Beim Geocachen, so habe ich heute am eigenen Leibe erfahren dürfen, gibt es drei Stufen von "dumm gelaufen".
Stufe 1: Man geht bei bestem Sonnenschein los und es fängt an zu regnen. Die Regenklamotten liegen natürlich warm und trocken zu Hause, während man selber ne windabweisende dünne Jacke trägt, die natürlich Dienst nach Vorschrift macht und nur Wind, aber auf keinen Fall Regen abweist.
Stufe 2: Man bemerkt auf dem Rückweg, dass man, trotz GPS in der Hand, welches neben einem Kompass noch eine wirklich brauchbare Kartenfunktion hat und einem sofort sagen würe, welche Straße man nehmen muss, wenn man es nur fragen würde, und trotz einer Freundin, die das GPS in der Hand hält und sagt, man sollte besser links statt rechts abbiegen, auf dem Hinweg einen Umweg von knapp einem Kilometer (das sind knapp 1000m, knapp 100000cm und wahrscheinlich noch viel mehr Millimeter, an die ich gar nicht denken will) gegangen ist. Natürlich bei Regen und natürlich in der windabweisenden Jacke (hatte ich erwähnt, dass es windstill war?).
Stufe 3: Na, was fehlt noch? Richtig, NATÜRLICH findet man vor Ort den Cache NICHT! Ne Stunde robbt man durch den Wald, ist bald mit jedem Baum und jeder Pflanze per Du und fängt an, darüber nachzudenken, bei der nächsten Bundestagswahl die Grünen zu wählen, und diese Dose, die noch nicht einmal Micro, sondern nur Small ist, ist nicht aufzufinden. Irgendwann, es ist schon dunkel und rein lichttechnisch kann man die Dose schon seit 20 min nicht mehr finden, gibt man entnervt auf und schwört sich, dass man bei gutem Wetter und Tageslicht wiederkommt, um den Cache zu heben (wohl wissend, dass man im Leben nicht noch einmal die ganze Strecke auf sich nehmen wird, auch wenn sie dann einen Kilometer kürzer ist und wahrscheinlich in Regenjacke zurückgelegt wird).
Aber sonst war es wieder nett...
