Moin Kinners,
ich war heut mit ein paar Freunden Koreanisch essen. Das isst man ja nicht alle Tage, und um diese Bildungslücke bei mir (mit Essen) zu schließen, wollte ich mir dieses Vergnügen nicht entgehen lassen. In Heidelberg, in der Verlängerung der Unteren Straße, gibt es einen Koreaner, der von meinem Freunden als gut eingestuft wurde. Das Restaurant kommt ein wenig urig daher. Hatte was von ner Bayerischen Wirtsstube, nur wurden die Kuckucksuhren gegen Porzelanteller, Bilder etc. ausgetauscht, es steht dem aber in Sachen Kitsch in nichts nach.
Das Essen hatte es in sich. Es ist kaum zu glauben, was ein paar Gewürze aus einem unschuldigen Stück Gemüse alles machen können. Kennt Ihr das Gefühl, wenn Ihr beim Kellner einen Feuerlöscher bestellen wollt und es Euch völlig egal ist, dass der nicht auf der Speisekarte aufgeführt ist? Zugegeben, ich hatte das große "Glück" (wer Ironie findet, darf sie behalten), auf meinem Teller als erstes nur Scharfes zu haben. Nachdem ich mich von dem Feuerschrecken erholt hatte und mich zu einen zweiten Angriff auf das Buffet überredete (schließlich wusste ich ja jetzt, was ich NICHT essen sollte), waren die Fleischstücke, die ich mir dieses Mal geangelt hatte, deutlich milder. Der grüne Tee half zusätzlich bei der Linderung. Dieser dampfte zwar noch ordentlich als ich ihn trank, aber alles in meinem Mund, was darauf hätte einen schmerzhaften Warnhinweis geben können, war in diesem Moment sowieso out of order.
Ende des Liedes: Wer auf Scharf steht, der wird die Koreanische Küchemögen. Wer so ein Weichei ist wie ich, sollte nicht ohne Betreuung durch die örtlichle Feuerwehr das Essen einnehmen.
Ich für meinen Teil glühe hier noch ein wenig rum und denke an den Satz, den Stefan zu dem Essen sagte: "Solch ein Essen brennt immer dreimal: Einmal beim Einnehmen abends, einmal beim Rauslassen morgens und einmal später in der Kläranlage."
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