Sonntag, 27. Juni 2010

Flatulenzturnier


Meine Donnerstag-studiVZ-Kicktruppe und ich haben gestern an einem Freizeitturnier auf Kleinfeld teilgenommen. Gemeldet waren zwölf Mannschaften, teilweise Mannschaften aus dem Unisport und teilweise Freizeitmannschaften wie wir, die zum Spaß miteinander kicken. Allerdings erschienen alle sehr motiviert und organisiert, was alleine schon das Vorhandensein von Trikots in jedem Team zeigte. Wir hatten keine einheitlichen Trikots, weswegen wir erst einmal ziemlichen Respekt vor den Anderen hatten. Da wir aber nur des Spaßes wegen teilnahmen und uns keine großen Hoffnungen auf den ersten Platz ausmalten, sind wir entsprechend locker an die Sache rangegangen. Neun Leute waren wir im Team, was dazu führte, dass wir ausreichend oft wechseln konnten (was bei dem Wetter und unserer Fitness auch nötig war). 

Unsere ersten Spiele haben gezeigt, dass wir da stehen, wo wir uns auch vermutet hatten. Gegen eine schwächere Mannschaft haben wir noch ein Unentschieden rausholen können (obwohl sie auch Trikots hatten), gegen zwei weitere Mannschaften mussten wir allerdings eine 1:2 und 1:3 Niederlage einstecken. Aber unser Ziel war, das Viertelfinale zu erreichen, um noch ein wenig weiter Kicken zu können. Hierzu mussten wir uns unter den ersten 4 in unserer Sechsergruppe platzieren. Zwei spiele standen noch aus, gegen eine gute Mannschaft und gegen eine Mannschaft, die bis dahin alles verloren hatte. So konnten wir dann auch endlich unseren ersten Sieg einfahren (4:0) und es ging im letzten Gruppenspiel gegen eine bisher im Turnier gutspielende Mannschaft ums Weiterkommen. Wir wuchsen über uns hinaus und konnten das Spiel 2:1 gewinnen. Das Viertelfinale war erreicht, aber jetzt kommt die Kür. 

Als Gruppendritter mussten wir gegen den Gruppenzweiten der ersten Gruppe antreten. Entgegen unserer Erwartung gewannen wir auch dieses Spiel und zogen ins Halbfinale ein, ab da began unser persönliches Sommermärchen. Halbfinale war etwas, womit keiner von uns gerechnet hatte. Halbfinale hieß auch, mindestens um Platz drei spielen zu können, also noch zwei Spiele vor sich zu haben. Im Halbfinale wartete wieder der letzte Gegner aus der Gruppenphase auf uns. Die Jungs hatten mit einem bitteren Beigeschmack gegen uns verloren, warfen sie uns doch vor, Fouls vorzutäuschen (was wir schon schauspieltechnisch nicht können). Es half ihnen aber nichts, wir fertigten sie wieder 3:1 ab und standen im Finale!

Im Finale trafen wir wiederum auf einen Gegner, den wir aus der Vorrunde schon kannten. Wir hatten 3:1 gegen Roter Stern Mallorca verloren, was berechtigt war, waren sie doch deutlich besser im Körperlichen wie im Spielerischen. Nun durften wir wieder gegen sie ran. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits mehr erreicht als wir uns erhofft hatten. Selbst die Kür wurde bereits mit einer weiteren Kür getoppt, das Finale war einfach nur noch zum Genießen. Entsprechend locker und erfreut starteten wir das Spiel, in welchem wir auch prompt 1:0 in Führung gingen. Gepusht von diesem Erfolgserlebnis folgte das 2:0 und wir waren im siebten Fussballhimmel. Nun hieß es nur noch defensiv spielen und das Ergebnis über die Zeit retten. Ein eingespieltes Team mit einem reichen Erfahrungsschatz bekommt so etwas natürlich ohne Probleme hin. Wir nicht. Es fiel das 1:2 und kurz vor Abpfiff folgte das 2:2, es kam die Verlängerung. Diese hatte keine nennenswerten Höhepunkte, es blieb beim 2:2 und das Spiel wurde im Penaltyschiessen entschieden. Von da an war mir klar, dass wir den Cup quasi haben. Unser Torwart Zimbo war bärenstark in der eins-gegen-eins Situation und somit wie gemacht für das Penaltyschiessen. Beim Pendant, den Schützen, sah es schon anders aus. Es war nicht einfach, drei Leute zu finden, die antreten wollten, was nicht gerade auf Sicherheit schließen ließ. Entsprechend versemmelten wir auch zwei von drei Schüssen. Unsere Gegner hatten aber in Zimbo ihren Meister gefunden und trafen kein einziges Mal. Und es wurde wahr, womit keiner von uns in keinem Moment gerechnet hatte: Wir holten den Pokal!!!

Heute tun mir die Füsse weh, ich bin körperlich ziemlich k.o., aber ich muss immer wieder grinsen, wenn ich diesen Pokal sehe...

3 Kommentare: